Krombacher Brauerei: Standort, Geschichte und Zahlen aus Kreuztal-Krombach

Stand: Oktober 2026 Redaktion krombacherinsel.de
Krombacher Brauerei in Kreuztal-Krombach: Brauereigebäude am Rand des Rothaargebirges

Die Krombacher Brauerei steht in Krombach, einem Stadtteil von Kreuztal im Siegerland (NRW). Ihr voller Name lautet Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, die Adresse ist Hagener Straße 261, 57223 Kreuztal. Urkundlich erwähnt wurde sie zum ersten Mal 1803, seit 1922 führt die Familie Schadeberg das Unternehmen.

Die Vorgeschichte beginnt 1722: Ein Berginspektor namens Fresenius sollte im Auftrag des Fürsten von Siegen nach Metallen suchen und fand stattdessen eine Quelle, die bis heute Wasser für die Brauerei liefert. Inzwischen zählt Krombacher zu den größten Brauereien Deutschlands, die Krombacher Gruppe setzte 2025 rund 961,7 Millionen Euro um.

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Kurz & knapp

  • Die Brauerei liegt in Kreuztal-Krombach im Siegerland, Hagener Straße 261.
  • Erwähnt wurde sie erstmals 1803, seit 1922 leitet die Familie Schadeberg das Unternehmen.
  • Die Krombacher Gruppe kam 2025 auf 961,7 Millionen Euro Umsatz und 7,553 Millionen Hektoliter Ausstoß.
  • Krombacher Pils wird ausschließlich in Krombach gebraut.

Wo liegt die Krombacher Brauerei?

Die Krombacher Brauerei liegt in Krombach, einem Stadtteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Die Adresse lautet Hagener Straße 261, 57223 Kreuztal. Kreuztal gehört zum Siegerland, liegt im Regierungsbezirk Arnsberg und am westlichen Rand des Rothaargebirges. Ende 2021 hatte die Stadt rund 31.280 Einwohner.

Mit dem Auto geht es laut Brauerei über die A4 bis zur Ausfahrt Krombach (30). Nach etwa drei Kilometern biegst du rechts ab und folgst der B54 Richtung Kreuztal bis Krombach. Aus dem Norden oder Süden fährst du vorher über die A45 bis zum Kreuz Olpe-Süd.

1986 legte die Brauerei den Grundstein für ein zweites Betriebsgelände im Littfetal. Das Logo zeigt den Kindelsbergturm, das Wahrzeichen von Kreuztal, und darunter die Littfe, den Bach, der durch Krombach fließt.

Im Netz wird Krombacher manchmal dem Sauerland zugeordnet. Die Brauerei selbst steht aber im Siegerland, auch wenn Nachbarorte wie Wenden schon zum Sauerland zählen. Bis zur Krombacher Insel in der Wiehltalsperre sind es je nach Quelle 20 bis 30 Kilometer.

Geschichte seit 1803

Am 4. Februar 1803 taucht die Krombacher Brauerei zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Johannes Haas richtete sie in der Gastwirtschaft seines Vaters Johann Eberhard Haas ein. Der Grund war eine Verordnung von 1618: Bier ausschenken durfte nur, wer ein eigenes Brauhaus und eine Malzdarre hatte.

Das Wasser holte man anfangs fassweise mit dem Ochsenkarren von einer Quelle am Fuß des Grumbergs. Schon seit 1829 gibt es Verträge mit den Veranstaltern des Olper Schützenfests. Das heutige Gelände bezog die Brauerei wohl zwischen 1858 und 1882, damals entstanden auch zwei Felsenkeller, in denen das Bier lagerte.

Eine erste Anzeige für „Krombacher Pilsner“ erschien 1889 in der Siegener Zeitung. 1896 verkaufte Hermann Haas die Brauerei für 360.000 Mark an den Dortmunder Otto Eberhardt, der sie 1905 in eine Aktiengesellschaft umwandelte. Im Oktober 1922 übernahm Bernhard Schadeberg senior die Leitung, seitdem ist Krombacher ein Familienunternehmen.

Die wichtigsten Stationen danach:

  • 1908 entsteht die Marke Krombacher, und der Kindelsbergturm kommt aufs Etikett.
  • 1953 tritt Friedrich Schadeberg als Diplom-Brau-Ingenieur in die Brauerei ein.
  • 1959 verlassen 180.000 Fässer und 26 Millionen Flaschen die Brauerei.
  • 1962 erfindet eine Werbeagentur den Slogan „mit Felsquellwasser gebraut“.
  • 1966 beginnt mit dem Förster-Motiv die Werbung rund um die Natur.
  • 1967 überschreitet der Ausstoß 500.000 Hektoliter, 1972 schon eine Million.
  • 1986 läuft die erste Krombacher-Werbung im Fernsehen.
  • 1989 kommt ein neuer Kasten mit der NRW-Flasche in den Handel.
  • 1990 ist zum ersten Mal die Seenlandschaft in der Werbung zu sehen, mit der später die Krombacher Insel bekannt wurde.
  • 2001 führt Bernhard Schadeberg das Unternehmen in dritter Generation.
  • 2002 übernimmt Krombacher die Produktion von Rhenania Alt, 2007 folgt die Privatbrauerei Rolinck aus Steinfurt.
  • 2016 übernimmt Krombacher die Marke Vitamalz komplett.
  • 2021 wird das Starnberger Brauhaus Teil der Gruppe.

Werbung und Sponsoring

Bekannt ist Krombacher auch aus dem Sport. Seit der Saison 2007/08 ist die Brauerei Programmsponsor der ARD-Sportschau, seit der Rückrunde 2008/09 offizieller Partner der Fußball-Bundesliga. Die Spots vor dem Tatort im Ersten liefen von 1995 bis 2013. Dann wurden sie nach einer Änderung des Rundfunkstaatsvertrags wie Werbung behandelt, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nach 20 Uhr nicht erlaubt ist.

Wem gehört Krombacher?

Krombacher gehört der Familie Schadeberg. Eigentümer sind Barbara Lambrecht-Schadeberg, Bernhard Schadeberg und seine Schwester Petra Schadeberg-Herrmann. Rechtlich ist die Brauerei eine GmbH & Co. KG mit Sitz in Kreuztal, persönlich haftende Gesellschafterin ist die Krombacher Brauerei Verwaltungs GmbH.

Geprägt hat die Brauerei vor allem Friedrich Schadeberg, der 1953 als Brauingenieur einstieg und sie in den folgenden Jahrzehnten zu einer der führenden Brauereien Deutschlands machte. Zur Geschäftsführung gehören laut Impressum neben Bernhard Schadeberg und Petra Schadeberg-Herrmann auch Stephan Berens, Manfred Schmidt, Ralph Zimmerer, Frank Geisler und Hendrik Kuhn.

Die Beteiligungen der Familie an alkoholfreien Getränken liegen bei der GL Verwaltungs GmbH, einem Schwesterkonzern der Brauerei. Über Tochterfirmen hält sie seit 2006 die Marken- und Vertriebsrechte für Schweppes, Orangina und Dr Pepper in Deutschland und Österreich. Über dieselbe Gesellschaft gehören der Familie inzwischen 65 Prozent am Starnberger Brauhaus, das hat ein Krombacher-Sprecher bestätigt.

Als Arbeitgeber bildet Krombacher unter anderem Brauer und Mälzer aus.

Krombacher in Zahlen

Die neuesten Zahlen stammen aus der Bilanz für 2025, die die Krombacher Brauerei im Januar 2026 vorgelegt hat. Sie gelten für die gesamte Krombacher Gruppe, also einschließlich der alkoholfreien Marken wie Schweppes.

Krombacher Gruppe 2025
Kennzahl2025Zum Vorjahr
Umsatz der Gruppe961,7 Mio. €+1,8 %
Gesamtausstoß7,553 Mio. hl−0,2 %
Dachmarke Krombacher5,702 Mio. hl+0,5 %
Krombacher Pils4,112 Mio. hl−0,8 %
Krombacher Pils alkoholfrei493.000 hl+7,9 %
Krombacher Fassbrause255.000 hl+15,4 %
Schweppes, Orangina, Dr Pepper1,605 Mio. hl−1,8 %

Alkoholfreie Getränke machen inzwischen rund 40 Prozent des Portfolios aus. Am Standort Krombach investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben über 100 Millionen Euro in die Modernisierung der Abfüllung sowie in Logistik und Produktion. In der ganzen Gruppe arbeiten laut Unternehmensprofil rund 2.000 Menschen.

Beim Pils nannte Vertriebsdirektor Hendrik Kuhn als Hintergrund, dass die Kaufbereitschaft für alkoholhaltige Getränke erneut deutlich abgenommen habe. Zugelegt haben dagegen die alkoholfreien Sorten. Bei den Limonaden erzielte Orangina mit 202.000 Hektolitern ein Rekordergebnis, während Schweppes mit dem abflauenden Gin-Boom auf 1,283 Millionen Hektoliter zurückging.

Ältere Werte zum Vergleich: Für 2023 nennt Wikipedia einen Gesamtabsatz in Deutschland von 5,74 Millionen Hektolitern und Platz 31 unter den Brauereien weltweit. Für die Brauerei selbst stehen dort für 2022 ein Umsatz von 685,2 Millionen Euro und 1.151 Beschäftigte.

Felsquellwasser

Gemeint ist das Wasser der Krombacher Felsenquelle, 1722 im Siegerländer Rothaargebirge entdeckt. Im Firmenporträt heißt es, das weiche Wasser sei ideal zum Brauen. Laut Nachhaltigkeitsbericht von 2014 liefert die Quelle zusammen mit 48 eigenen Brunnen das Brauwasser der Krombacher Brauerei. Gebraut wird nach dem deutschen Reinheitsgebot, also nur mit Wasser, Hopfen, Malz und Hefe.

Hinter dem Wort steht auf vielen Etiketten ein ®. Den Slogan „mit Felsquellwasser gebraut“ erfand die Agentur des Werbetexters Hubert Strauf schon 1962, und seit 2010 ist „Felsquellwasser“ als Wortmarke eingetragen.

Um diese Marke gab es Streit vor Gericht. 2017 gewann ein Neusser Anwalt zunächst einen Prozess gegen die Brauerei, die zur Einwilligung in die Löschung der Marke verurteilt wurde. In zweiter Instanz entschied das Oberlandesgericht Hamm 2019 zugunsten von Krombacher. Seitdem darf die Brauerei weiter exklusiv mit Felsquellwasser werben.

Marken der Krombacher Gruppe

Anfang der 1990er-Jahre war Krombacher Pils laut Unternehmensprofil noch das einzige Produkt. Heute steht im Zentrum die Dachmarke Krombacher mit Pils, Pils alkoholfrei und Fassbrause. 2026 kam Krombacher 0,0 % Herb dazu, eine alkoholfreie Sorte ohne Zucker. Das Pils wird ausschließlich in Kreuztal-Krombach gebraut.

Zur Gruppe gehören außerdem:

  • Vitamalz, seit 2016 komplett im Besitz von Krombacher,
  • Schweppes, Orangina und Dr Pepper, deren Rechte in Deutschland und Österreich die Familie über die GL Verwaltungs GmbH hält,
  • Rhenania Alt, das Krombacher seit 2002 produziert,
  • Rolinck aus Steinfurt, seit 2007 Teil der Gruppe,
  • Starnberger aus Feldafing am Starnberger See, seit 2021 dabei.

Im Unternehmensprofil tauchen auch Vöslauer, Proviant, Richard's SUN Iced Tea sowie Knabe Malz und Cola auf, dazu die Berliner Tochter Drinks & More. Weitere Standorte der Gruppe liegen in Berlin, Starnberg, Steinfurt und Warburg.

Neben der Krombacher Brauerei gehörte eine zweite Brauerei in Kreuztal dazu: die Eichener Brauerei im Stadtteil Eichen, seit 2002 Teil von Krombacher. Sie wurde 2014 geschlossen.

Brauerei besichtigen

Besuchen kannst du die Krombacher Brauerei über die Erlebniswelt in Krombach, mit Führung und anschließender Einkehr in der Braustube. Nach vier Monaten Umbau ist die Erlebniswelt seit dem 3. Oktober 2026 wieder geöffnet, und die Führungen laufen regulär. Ein Reddit-Nutzer nennt die Tour mit Verkostung in der Braustube „immer wieder gut“.

Wie die Führung abläuft, was sie kostet und wie du einen Termin buchst, steht auf unserer Seite zur Krombacher Erlebniswelt.

Krombacher gratis probieren

Die Brauerei kennst du jetzt – das Bier kannst du gratis probieren: Krombacher-Probierpaket nach fünf kurzen Fragen auf der Startseite anfordern. Mitmachen ab 18 Jahren.

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Häufige Fragen zur Krombacher Brauerei

Wo liegt die Krombacher Brauerei?

Die Krombacher Brauerei liegt in Krombach, einem Stadtteil von Kreuztal im Siegerland (Kreis Siegen-Wittgenstein, NRW). Die Adresse ist Hagener Straße 261, 57223 Kreuztal. Mit dem Auto erreichst du sie über die A4, Ausfahrt Krombach (30), und danach über die B54.

Wann wurde Krombacher gegründet?

Urkundlich erwähnt wurde die Brauerei zum ersten Mal am 4. Februar 1803. Johannes Haas hatte sie in der Gastwirtschaft seines Vaters eingerichtet. 1905 wurde sie eine Aktiengesellschaft, die Marke Krombacher entstand 1908, und seit 1922 führt die Familie Schadeberg das Unternehmen.

Wem gehört die Krombacher Brauerei?

Die Krombacher Brauerei gehört der Familie Schadeberg: Barbara Lambrecht-Schadeberg, Bernhard Schadeberg und Petra Schadeberg-Herrmann. Bernhard Schadeberg führt das Familienunternehmen seit 2001 in dritter Generation, persönlich haftende Gesellschafterin ist die Krombacher Brauerei Verwaltungs GmbH. Marken wie Schweppes liegen bei der GL Verwaltungs GmbH, einem Schwesterkonzern der Familie.

Liegt Krombach im Sauerland?

Nein, Krombach liegt im Siegerland. Der Ort ist ein Stadtteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein, am westlichen Rand des Rothaargebirges. Das Sauerland beginnt aber gleich nebenan, Nachbarorte wie Wenden zählen schon dazu. Die Krombacher Insel aus der Werbung liegt dagegen im Oberbergischen Kreis, 20 bis 30 Kilometer entfernt.

Kann man die Brauerei besichtigen?

Ja, über die Krombacher Erlebniswelt in Krombach. Nach dem Umbau ist sie seit dem 3. Oktober 2026 wieder geöffnet. Details zur Führung findest du auf unserer Seite zur Krombacher Erlebniswelt.

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